Zukunftskommunikation: Was Hunde wahrnehmen GR

Uri Bakeman ist Hundetrainer. Seine Hunde lernen, Epileptiker vor Anfällen zu warnen, Autisten, Blinden und sogar tauben Blinden zu helfen. Er arbeitet gerne mit Golden Retriever, „weil die etwas kindisch sind und niemals ihren Herrn angreifen würden“. Aber er bildet auch Kampfhunde aus und Sprengstoff-Schnüffler für Polizei und Zoll, wobei dann auch Schäferhunde und andere Rassen eingesetzt würden.

Trainierte Blindenhunde ziehen das Herrchen vom Strassenverkehr weg und umgehen Hindernisse. Bakeman erklärt, dass Hunde im Rudel leben. Ihr Herrchen betrachten sie als Teil des „Rudels“. Sie spüren, wenn einem Mitglied des Rudels Gefahr drohe. Doch bei manchen Hunden gebe es dann auch Machtkämpfe: „Ich wollte mal eine ausgebildete Schäferhündin namens Julie einem Blinden übergeben. Doch Julie mochte jenen Blinden nicht. Bei ersten Spaziergängen liess sie ihn gegen jeden Baum krachen. Nach einer Weile vertrugen sich beide. Heute ist es der treueste Blindenhund, den man sich denken kann.“

Behauptungen von Hundetrainern, wonach Hunde nur für eine Aufgabe trainiert werden könnten, widerspricht Bakeman aus eigener Erfahrung. Einem Labrador habe er 150 Wörter beigebracht, von Stuhl über Bushaltestelle und bis Papierkorb. Die könne das Tier auf Befehl ansteuern. Weil die Frau blind und taub war, lernte der Labrador, ihr den Wecker zu bringen, wenn der klingelte, sie zur Tür zu ziehen, wenn jemand anklopfte, auf den Boden gefallene Bleistifte oder Papiere aufzuheben und in ihre Hand zu legen. Der Labrador steuerte sie sicher durch den Verkehr zum gewünschten Ort, dem Papierkorb, der Bushaltestelle oder zu einer Bank. Die vielseitigen Fähigkeiten allein dieses Hundes hat Bakeman bei Youtube dokumentiert.

„Telepathie“ bei grossen Entfernungen
1995 hatte er einen Hund für Kinder mit schwerer Diabetes trainiert. Mit Bellen und schnellen Bewegungen warnte das Tier vor einem bevorstehenden Zuckersturz. Eines Tages rief die Mutter der beiden 15 und 16-jährigen Jungen an. Die seien in der Schule, während der Hund bei der Familie zuhause geblieben sei. Plötzlich habe er die typische Warnung für einen Diabetes-Anfall abgegeben. Wie konnte das sein, ohne körperliche Nähe, Geruch oder Körpersprache?
Im Jahr 2000 trainierte Bakeman einen Hund für Gail, die schwer an Diabetes leidende Frau seines Freundes Dr. Morris Laster. Plötzlich begann die Hündin in seinem Büro eine Stunde lang unruhig zu sein und alle paar Minuten zu urinieren. Lasters Frau hielt sich aber in Jerusalem auf, 90 Km von seinem Büro in Sarona entfernt. Telefonate mit Gail ergaben, dass sie tatsächlich einen lebensgefährdenden Zuckersturz erlitten hatte.

In einem anderen Fall habe ein Hund in Jerusalem Alarm geschlagen, als sein Herrchen sich in New York aufhielt. Allein wegen der grossen Entfernung ging das nicht mit „rechten Dingen“ zu.
Mehrfach bemerkte Bakeman, wie seine Hunde „angeschlagen“ hätten, etwa lange Zeit, ehe zwei Palästinenser in Tel Aviv einen Terroranschlag mit vier Toten in einem Café verübt hatten. Das brachte Bakeman auf die Idee, dass Hunde nicht nur Gefahr wittern, sondern offenbar über grosse Entfernungen hinweg Hirnströme lesen könnten, wenn einer Böses im Schilde führe und dadurch ein Mitglied des „Rudels“ gefährde. „Einmal hat mich ein Hund hunderte Meter weit zu einem verdächtigen Auto geführt, in dem ein Palästinenser sass, der illegal nach Israel einreisen wollte.“ Die Erlebnisse beweisen, dass die Hunde sich nicht allein auf ihren hervorragenden Geruchssinn oder auf Bewegungen reagieren. Offenbar haben Hunde Wahrnehmungsmöglichkeiten, die bislang noch unerforscht sind.

Wenn der Hund, etwa bei Passagierkontrollen, einen „Verdächtigen“ ausmacht, könnte der zur Seite genommen werden. Bei einem geschickten Verhör müssten Sicherheitsleute dann fähig sein, die terroristischen Absichten herauszufiltern. „Mit meinen Hunden hätte ich 9/11 verhindern können, wenn sie auf dem Flughafen von New York gewesen wären“, behauptet Bakeman. Nur damals war er noch nicht so weit und hatte von diesen Sensorien nichts gewusst.
Bakeman kam zum Schluss, dass Hunde „Gedanken lesen könnten“ und das über riesige Entfernungen hinweg. Manche Menschen nennen das „Telepathie“. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass „böse Gedanken“, wie die Absicht, einen Terroranschlag auszuführen, im Gehirn elektrische Impulse oder eine andere Veränderung verursachen. Die Übertragung dieser Impulse über Tausende Kilometer Entfernung wäre möglich durch die von Guglielmo Marconi vor über hundert Jahren entdeckten elektromagnetischen Wellen. Marconi gilt als Erfinder des Rundfunks, wobei solche Wellen uns Menschen heute wie selbstverständlich im täglichen Leben begleiten, von der „Mikrowelle“ und bis zum WLAN oder Handy-Gespräch. Entsprechend könnte es sein, dass ein menschliches Hirn auch solche Wellen ausstrahlt, wobei ein Hund sein Herrchen identifiziert.
Bakeman nennt diese Wahrnehmung einen „Hirn-Abdruck“. Er will mit Regierungsbehörden in Israel, Deutschland oder in den USA zusammenarbeiten, weil die im Gegensatz zu privaten Unternehmern Zugang zu Grosscomputern und anderen ungenannten Technologien hätten. Er träumt davon, die Fähigkeiten seiner Hunde auf Maschinen zu übertragen. Die könnten zum Beispiel auf Flughäfen eingesetzt werden und die bisher üblichen Sicherheitskontrollen überflüssig machen.

Was Bakeman erzählt und plant klingt wie eine Spinnerei. Doch längst gibt es Maschinen, die Sprengstoff „riechen“ können wie Hunde. Die Technologie dazu hat man den Tieren abgeschaut und in Maschinen eingebaut. Gleiches gilt für Gesichtserkennung und andere Technologien, die vor wenigen Jahren noch als Spinnerei galten, heute aber überall, sogar bei Facebook, eingesetzt werden.

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